Die Schleife - Auf einer kurzen Reise durch die Zeit

Die Schleife - Auf einer kurzen Reise durch die Zeit

Heutzutage erlebt die Schleife eine Renaissance und findet ihren Platz in der männlichen Mode. Doch wo liegen eigentlich ihre Ursprünge?

Die Schleife - Eine kurze Reise durch die Zeit

Eine Zeitreise in das 18. Jahrhundert

Zu den Anfängen des 18. Jahrhunderts war die Schleife, auch bekannt als Papillon, Querbinder, Fliege oder Schmetterling, ein einfaches Band von beliebiger Breite.
So hatte der französische Herrscher der damaligen Zeit, Sonnenkönig Ludwig XIV, ein Regiment kroatischer Soldaten, die ein ausgefallenes Schmuckstück in ihrer Garderobe hatten: Die ungewöhnlich geknoteten Halstücher, ebenfalls bezeichnet als Krawatten, waren ihr Markenzeichen. Ein Großteil der Damen soll die modebewussten Soldaten deshalb umschwärmt haben! 
Wer aber hätte vermutet, dass dieses Männeraccessoire von einer Frau noch perfektioniert wurde? 
Niemand Geringeres als die Marquise von Pompadour, Geliebte des Sonnenkönigs Ludwig XIV, gilt als die Erfinderin der Fliege. 
Sie knotete und spielte mit den Halstüchern der Soldaten herum, um diese schlussendlich zu einer Art Halskette mit Schmetterlingsflügeln umzufunktionieren. 
Ein provokantes Statement zu damaliger Zeit – die Schleife auf nackter Haut einer Dame.

Der Querbinder als Königin des Krawattenreichs

Fortan wurden Schleifen in wesentlich größerer Ausführung hergestellt, als wir sie heute kennen und vornehmlich von Adligen am Hofe getragen.
Im Zuge der Erfindung des Sakkos im 19. Jahrhundert avancierte sich die Schleife zum festlichen Accessoire in der Abendgarderobe und war nicht aus dem Kleiderschrank des vornehmen Herren wegzudenken.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts setzte sich die Fliege zum Kult-Accessoire durch und wurde in vielfältiger Ausführung und von Berühmtheiten eingesetzt.
In den 70ern wandelte sich dann das assoziierte Bild des Fliegenträgers
vom seriösen Gentleman zum nicht ernstzunehmenden Sonderling, weshalb kaum noch Schleifen produziert und gekauft wurden.

Renaissance der Fliegenmode

Heutzutage erlebt die Schleife eine Renaissance und findet ihren Platz in der männlichen wie auch weiblichen Mode. Doch die Schleife feiert ihr modisches Comeback nicht mehr nur bei formellen Gelegenheiten. Sie hat sich mittlerweile in vielen Lebenssituationen als stilvolles Statement etabliert: Den unterschiedlichen Stoffen und Farbvariationen sind keine Grenzen gesetzt. Die Schleifen von Gentleman's Agreement beispielsweise bestehen aus reiner Dupionseide, die wir in Indien erwerben und in heimischer deutscher Manufaktur weiterverarbeiten. Sie ist ein wunderbares Material für Herrenaccessoires, da sie eine besonders kantige und maskuline Haptik aufweist. Die klassische Form der Schleife betont den edlen Charakter, wohingegen die Diamantform die lebhafte und dynamische Wirkung der Ausstrahlung des Trägers hervorhebt.

Schleifenbinden ist (k)eine Kunst, das ist unsere Devise

Denn es gibt diverse Bindemöglichkeiten, die für einen perfekten Auftritt mit der Wendeschleife von Gentleman's Agreement vorbereiten. Bestehend aus einer einfarbigen Hauptseite und einer gemusterten Charakterseite lässt sich die Wendefliege nach Belieben binden, drehen und umgestalten.

 

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